422 Seiten / DIN A5 / Paperback / ISBN 3-00-004098-6
Auszüge aus Buchbesprechungen:
In Bittmanns Darstellung geht es vor allem um den berühmten "geistigen
Hintergrund" des Karate, ber den hierzulande so viel gemutmaßt und so
wenig gewußt wird. Sie dürfte zur Änderung dieses Zustandes erheblich
beitragen .
Andreas F. Albrecht, in Karate 6/1999 und JKA-Karate 4/2000
Diese wissenschaftliche Abhandlung,
beruhend auf einer Dissertation im Fach Japanologie, beschäftigt sich
mit der Geschichte und der Lehre der traditionellen japanischen "Wege
der Kampfkünste" - budô - unter besonderer Berücksichtigung des "Weges
der Leeren Hand" - karatedô. Sie zeigt unter anderem
geistesgeschichtliche Hintergründe auf und erklärt wichtige
Grundbegriffe.
International Society for the History of Physical Education and Sport, ISHPES-Bulletin 18 /1999
Als Gesamtresümee bleibt
festzuhalten: Bittmann legt eine gut lesbare, fundierte Arbeit sowie
einen gelungenen und wichtigen Beitrag nicht nur zur Lehre sowie den
Lehrauffassungen des Weges der Leeren Hand, sondern auch zu deren
historischer Entwicklung und geistesgeschichtlichen Wurzeln vor.
Andreas Niehaus, Köln in NOAG 167-170 (2000/2001)
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Buchbesprechung:
Dr. Bittmann's PhD thesis (in German) on Karate-do, is a truly inspiring piece of work .
Patrick McCarthy (Präsident der Ryukyu Karate-jutsu Kokusai Kenkyukai),
in "Karatedo Tanpenshu - Funakoshi Gichin" 2001
Wer
sich mit der Geschichte und der Tradition des Karate-Do ausfhrlicher
beschäftigen möchte, dem sei das Buch des Japanologen Heiko Bittmann
"Karate-Do. Der Weg der leeren Hand" empfohlen, das dieses Thema als
einziges, mir bekanntes deutschsprachiges Buch mit großer Kompetenz und
unter Einbeziehung vieler japanischer Quellen behandelt.
Joachim Grupp, in "Shotokan Karate: Kata Band 2", Meyer und Meyer, 2003
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Kurzfassung des Inhaltsverzeichnisses:
A Einführung (S. 7-95) / B Meister des Weges der Leeren Hand (S. 96-128) /
C Lehrschriften des Weges der Leeren Hand (S. 129-254) / D Rezeption (S. 255-299) /
E Schlußbemerkung (S. 300-304) / F Anhang (S. 305-346) / G Abkürzungen (S. 347) /
H Bibliographie (S. 348-386) / I Stichwortverzeichnis (S. 387-422)
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Kurzbeschreibung:
Diese wissenschaftliche Abhandlung, beruhend auf einer Dissertation im Fach Japanologie (1998), soll dem Leser bzw.
dem Übenden ein Mittel sein, seine Kenntnisse über die Geschichte und vor allem über die Lehre der traditionellen
japanischen 'Wege der Kampfkünste' - budô und innerhalb dieser insbesondere zum 'Weg der Leeren Hand' -
karatedô zu vertiefen.
Die "Einführung" geht neben einem Unterkapitel zur Forschung unter anderem auf die historische Entwicklung der
japanischen Kampfkünste im allgemeinen und des Karate im besonderen sowie auf geistesgeschichtliche Hintergründe bzw.
wichtige Grundbegriffe japanischen kulturellen Schaffens wie 'Weg' - dô, 'Leere' - kû und 'Form' - kata ein. Weiterhin
werden in diesem einleitenden Teil auch Lehrauffassungen aus bedeutenden Kampfkunstschriften des Zen-Mönchs Takuan Sôhô
und der Schwertmeister Yagyû Munenori sowie Miyamoto Musashi in Übersetzung aufgezeigt, die nicht nur die Lehre des Karatedô,
sondern auch die aller anderen Kampfkünste maßgeblich beeinflußt haben.
Das Kapitel "Meister des Weges der Leeren Hand" enthält die Biographien der Verfasser der in diesem Buch vorgestellten
Lehrschriften des Weges der Leeren Hand. Dabei handelt es sich um die Begründer bzw. bedeutende Meister der sogenannten
'vier großen Schulrichtungen' Shôtôkan, Gôjûryû, Shitôryû und Wadôryû - Funakoshi Gichin, Miyagi Chôjun, Mabuni Kenwa und
Ôtsuka Hironori sowie den Kommentatoren Takagi Masatomo und Nakasone Genwa. Diese Biographien spiegeln gleichzeitig auch
eine entscheidende Entwicklungsphase in der Geschichte dieser Kampfkunst wider.
Den Inhalten der Lehre des Karatedô wird dann im Kapitel "Lehrschriften des Weges der Leeren Hand" nachgegangen.
D.h., anhand von größtenteils bislang nicht in westlichen Sprachen vorliegenden Lehrschriften der oben genannten Meister
werden Lehrauffassungen in annotierter Übersetzung vorgestellt und erläutert. Die geäußerten Auffassungen sind letztlich
aber nicht nur auf den Weg der Leeren Hand bezogen zu sehen, denn zumindest ihre grundsätzlichen Gedanken besitzen auch
für alle anderen traditionellen japanischen Wege der Kampfkünste Gültigkeit.
Dem schließt sich eine bislang auch in Japan in dieser Weise nicht durchgeführte Untersuchung zur "Rezeption" der Lehre
des Weges der Leeren Hand an. In diesem Kapitel sollte zum einen anhand einer Umfrage festgestellt werden, ob heutigen
Übenden in Japan überhaupt Lehrauffassungen bewußt sind, und wenn ja, welche. Dabei wurde unter anderem den Fragen
nachgegangen, ob es Auswirkungen auf das Nennverhalten der Übenden gibt, zum Beispiel durch die Dauer der Übung oder die
Schulbildung etc., oder besitzen die Lehrauffassungen der o.g. Meister in der heutigen Zeit überhaupt noch Gültigkeit?
Andererseits sollte auch geprüft werden, ob in der japanischen Literatur der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts
wichtige schulbergreifende Lehrauffassungen auszumachen sind.
In der "Schlußbemerkung" finden sich die Ergebnisse dieser Abhandlung zusammengefaßt, und es werden Hinweise für
künftige Forschungsarbeiten gegeben.
Der "Anhang" enthält eine mit Illustrationen versehene Darstellung zum Vollzug des 'respektvollen Grußes' -
rei in der Praxis des Weges der Leeren Hand, ein chronologisches Verzeichnis früher Lehrschriften des Weges der Leeren
Hand, die Tabellen zu Kapitel D und im Rahmen der Umfrage erhaltene Aufsätze zum Thema 'Welche Bedeutung hat der Weg der
Leeren Hand für Ihr Leben?' in Übersetzung.